Dropbox, Amazon etc… Alle haben diese neuartige „Cloud“ schon! Und ich? Natürlich auch, man will ja schließlich auf dem Laufenden bleiben =) Doch wozu braucht man überhaupt eine Cloud und was ist das eigentlich?

Die Cloud an sich…

Eine „Cloud“ ist im Endeffekt nichts anderes, als eine Festplatte die überall dort erreichbar ist, wo man auch Zugang zum Internet hat. Man muss sich das ähnlich einer Website vorstellen: Egal von wo aus man zugreift, man sieht immer die gleiche Page. Genauso funktioniert ein Cloudspeicher. Egal von welchem Ort/Gerät etc. man zugreift – man hat immer seine Daten direkt bei der Hand. Doch wozu braucht man das eigentlich?

Die einfachste Vorstellung ist Urlaub! Stellt man sich vor, man wäre im Ausland und es wird einem alles geklaut – Pass, Geld etc. Alles ist weg, wie also aus dem Land kommen ohne gültigem Pass? Eine Passkopie im Cloudspeicher und alles was man noch braucht ist ein Internetcafé und eine Behörde, die aus der Kopie ein legales Dokument macht! Oder zurück aus dem Urlaub und noch keine Zeit gehabt, die gemachten Bilder zu sichten aber alle Freunde wollen Sie sehen? Ab in die Cloud damit und einfach nur noch einen Link schicken =) Lust auf die Musiksammlung auch unterwegs im Handy? Ordnerkopie in die Cloud, Smartphone & Player an und Musik über die Cloud streamen…

Dies sind nur wenige Beispiele um zu verdeutlichen wozu man eine Cloud brauchen könnte, aber die Dienste haben auch Nachteile… Zum einen sind die Daten unverschlüsselt und nicht bei mir sondern bei jemanden, den ich nicht kenne und dem ich nicht vertrauen kann – was könnte er mit meinen Daten anstellen? Und wem zeigt er Sie alles im Zweifelsfall? Und warum werden Behörden ohne Probleme Zugang gewährt? (Siehe Beispiel Dropbox – US Behörden können ohne größere Probleme auf den Speicher zugreifen) Zudem ist die Authentifizierung meist recht löchrig und natürlich umso mehr Leute den Dienst nutzen, umso mehr Attraktivität bekommt er für Angriffe von außen!

Und meine Wolke?

Was liegt also näher, als eine eigene Cloud aufzusetzen? OK, zugegeben ist es keine echte Cloud 🙂 Aber zumindest das Prinzip dahinter soll das gleiche werden! Ich will einen Speicher, der sicher ist (also auch zu dem ich physikalisch Zugang habe), der überall sowohl von PC und auch vom Smartphone zu erreichen ist, verschlüsselt werden kann und Angriffstechnisch recht sicher ist.

Soweit so gut, meine Erste Wahl viel also auf das Thema Kosten. Den ganzen Tag den Rechner an, nur das ich mal irgendwann irgendwo auf ein Bild zugreifen kann? Nein Danke… Doch was ist denn immer online? Genau, mein Router! Mit integrierter Stromsparfunktion wird er nur aktiv, wenn ich ihn benötige! Und was hat das gute Stück? Einen USB Anschluss =) Nach einer Weile Googlen und Konfigurationen überlegen war ich schlauer – meine Fritzbox wird zum FTP Server! So sollte das dann etwa werden:

Um meinen heimischen USB Stick von Überall aus erreichbar zu machen, musste ich den Dienst DynDNS nutzen. Im Internet hat jede IP Adresse einen sogenannten Lease – eine Überlebenszeit. Nach 24 Stunden spätestens ist der Lease abgelaufen, die Adresse wird erneuert – für meine Cloud heißt das jedoch, dass nach einen Tag Schluss ist mit dauerhaft erreichbar sein! Um meine sich ändernde, dynamische IP jedoch immer erreichbar zu machen, brauche ich DynDNS! Dieser Dienst weißt einer festen Webadresse eine dynamische IP zu. Sobald sich die eigene IP ändert, wird die Adresse neu zugeordnet, die Namensauflösung (DNS = Domain Name System) funktioniert wieder und man merkt davon absolut nichts.

Ich habe also meinen USB Stick an die FritzBox gesteckt, unter Internet > Freigaben > Dynamic DNS meine DynDNS Daten eingetragen, den NAS Speicher + ausreichend starkes Passwort – aktiviert und siehe da: Ein FTP Speicher direkt über die FritzBox – meine Private Cloud!

Jeder PC kann FTP über eine DOS Shell oder den normalen Explorer realisieren – das ist kein Problem, doch was macht mein Smartphone? FTP auf dem Android? Natrürlich – mit dem wunderbaren Programm AndFTP – sehr zu empfehlen! Ruck zuck haben ich mich mit meiner „Cloud“ verbunden, kann Daten vom Smartphone auf den Speicher und umgedreht laden. Wenn man den Service als Backup nutzt, ist es vermutlich sicherer das ganze noch in einen Truecryptcontainer zu stecken, aber im Moment ist der Speicher für meine Anwendungszwecke perfekt! Dropbox nutze ich weiterhin gern und oft, jedoch liegt dort nicht mehr als etwas Musik und ein paar Bilder drin… Meine Bewerbungsdaten z.B. liegen jetzt sicher und brav in meiner „eigenen“ Dropbox 🙂

Danke fürs Lesen =)

Das erste Dual Core Handy im Test – LG Optimus Speed 2x

Veröffentlicht: 30. Juni 2011 in Allgemein

Endlich war es soweit… Das LG P990 mit einem Dual Core 1Ghz Prozessor (ARM Cortex) liegt endlich in meinen Händen – bereit zum Ausgiebigen Testen. Fulltouch, 8 Megapixel HD fähige Camera, 512 MB Arbeitsspeicher, HDMI Ausgang und Android 2.2 – überzogen mit einer LG eigenen Oberfläche.

Das Installieren der Apps, durchscrollen durch meine doch recht gefüllte Galerie sowie durch die Musik erfolgt erwartungsgemäß schnell wie sonst was. Spiele werden durch den Tegra 2 Chipsatz von Nvidia absolut ruckelfrei dargestellt, selbst 3D hungrige Games kommen nicht ins Stocken und es macht einfach Spaß auf dem Gerät zu zocken! Durch die 8GB internern Speicher, wovon gut 2/3 komplett nutzbar ist, kann man durchaus ein zwei Apps mehr installieren ohne das leidige Thema Apps2SD zu erwähnen – der Platz scheint schier unendlich zu sein.

Kleine Anpassungen der LG Oberfläche sind durchaus gelungen (Lockscreen hat seperate Bedienleiste der Musikwiedergabe) und auch die LG eigene Tastatur ist gut zu bedienen. Der Touchscreen reagiert zudem sofort und ist durch die spezielle Oberfläche gut vor Kratzern oder Stößen geschützt, das Gehäuse wirkt trotz das es aus Plastik ist, gut verarbeitet und stabil.

Leider trüben einige Dinge das sonst sehr gute Gerät – hier eine kleine Auflistung der Dinge, die mir in der 2 wöchigen Testphase aufgefallen sind:

  • Viele Programme die mal wieder ohne root nicht löschbar sind (Facebook, Xing, Automodus, Virenscanner, Officetools etc.)
  • Der RAM ist fast immer zur Hälfte belegt – wenn man per Task Manager mal schaut was im Hintergrund alles startet wird einem schlecht 🙂
  • Nach Aktivierung des Flugmodus war bei meinem Testgerät in 9 von 10 Fällen ein Neustart fällig um ihn wieder rauszubekommen
  • Standbyzeit ist trotz 1500mAh großen Akku miserabel – maximal einen Tag bei durchschnittlicher Nutzung
  • keine Benachrichtungs LED (vermisse ich besonders – vor allem weil ich es von meinem Milestone her kenne und liebe) – um zu wissen ob man „wichtig“ war ist jedesmal erst Knopfdrücken angesagt – nervt auf Dauer sehr!
  • Abstürze beim Laden und beim nichtstun bis PIN Eingabe – der wohl nervigste Softwarefehler und tritt recht oft auf!

Da ich weiß, das es LG leider nicht schafft (und noch nie geschafft hat) eine gute Software auf die Geräte zu spielen, viel mir die Entscheidung sehr leicht eine Alternative Software aufzuspielen – und natürlich wird es die meiner Meinung nach beste: CYANOGEN MOD!

Das Rooten…

Ich habe mir dafür Super One Click [1] und Clockwork Recovery Mod runtergeladen [2]. Dieser ROM Manager ist einfach großartig – er hilft beim Rooten und Installieren eines Alternativbetriebssystems für Androidgeräte. Da LG den Bootloader und das gesamte Gerät unverschlüsselt lässt, hat man sehr leichtes Spiel eine andere Software aufzuspielen. Man schließt das Handy per USB Debugging an den PC an, installiert die LG Treiber [3] und startet Super One Click. Ein Klick und es wird mithilfe der ADB Shell aus dem Android SDK das Handy gerootet – danach lässt man es angeschlossen und geht laut Anleitung unter [2] vor – damit wird der Clockwork Recovery Mod installiert.

Wenn dies abgeschlossen ist, läd man sich aus dem Market den ROM Manager runter sowie die App „SuperUser“. Danach Handy neustarten sonst funktioniert die SuperUser Abfrage nicht richtig. Danach startet man den ROM Manager und läd die CyanogenMod herrunter und speichert es auf der Externen SD karte. Sobald dies beendet ist, fragt der ROM Manager automatisch ob man die Mod installieren will – Daten + Cache löschen (= „wipen“) und das Gerät bootet im Recovery Modus – so etwas wie der Abgesicherte Modus bei Windows! Nach der Installation des CyanogenMods startete das LGP990 mit dem CM Logo und ich war glücklich.

Gute 2 Stunden Arbeit (war mein erster Root für Android) und ein Handy von den Fesseln befreit – keine nervigen Apps mehr die den Speicher ausbremsen, die aktuellste Android Version (2.3.4) und ein bis in die Haarspitzen optimiertes System – war bekommt das eigentlich kein Hersteller hin? Die Jungs von Cyanogen verdienen meinen vollsten Respekt – nach guten 12 Stunden durchgehende Nutzung hat der Akku immernoch 90% und das Gerät rennt einfach nur!

Wie der Mod auf längere Zeit mit dem Gerät zurechtkommt (oder umgedreht :)) werde ich im nächsten Artikel veröffentlichen, jetzt freue ich mich erstmal auf eine Testphase mit dem Mod der dann auch endlich auf mein Milestone kommen soll 🙂

Danke fürs Lesen, Kommentare immer gewünscht 🙂

[1] http://www.chip.de/downloads/SuperOneClick_48611848.html

[2] http://www.androidpit.de/de/android/forum/thread/421615/Recovery-ClockworkMod-fuer-das-LG-Optimus-Speed

[3] http://www.all4phones.de/forum/lg-electronics-forum/26852-lg-optimus-speed-p990-usb-treiber-download.html

Windows Mobile vs. Android

Veröffentlicht: 7. Januar 2011 in Persöhnliches, Technik

Endlich war es soweit, ich konnte das erste Windows Mobile 7 Phone testen, ein LG E900 – im direkten Vergleich zu meinem Motorola Milestone mit Android. Ich habe mir also das gute Stück eine Woche geliehen um es ausgiebig zu testen und zu prüfen, wie es sich im Altag schlägt vor allem auch gegenüber meinem Stein für die Hosentasche 🙂

Die Verarbeitung:

Ich war sehr positiv überrascht vom LG. Robustes Gehäuse, angetriebem vom 1 Ghz Qualcomm Prozessor sehr flüssig, etwas doppelt so schnell beim Booten wie das Milestone, ein Multitouch der sehr gut reagiert und Spaß macht. Das Windows Logo als Homescreentaste sieht schick aus, macht Sinn und macht das Handy individuell – wann gibt es das Androidlogo als einzelne Taste? Wäre meiner Meinung nach sehr Wünschenswert 🙂

Die Ersten Schritte…:

Es geht los – SIM und Akku rein und Kontakte importiert. Später stellte sich herraus das es genau da die erste große Schwäche gab! Alle Nummern die im internationalen Format gespeichert ware (+49….) wurden falsch gespeichert. Aus dem +49… wurde ein +e49 (ähnlich wie bei einem Taschenrechner wenn die angezeigten Stellen nicht mehr ausreichen!) – äußerst ärgerlich da Windows Mobile beim Versenden einer SMS keine Meldung gibt das die Nachricht nicht zugestellt wird und ich dies erst durch Zufall rausfinden musste! Deutlicher Minuspunkt…

Als nächstes Windows Live ID zulegen um in den Market zu kommen – doch da der nächste Rückschlag. Ohne korrekt Eingestelltes Datum keine Chance. Bitte was? Mein Gesichtsausdruck engleiste zu einem deutlichen „WTF?“ – wozu bin ich denn immer Online? Keine automatische Datumsabfrage? Meinem Milestone ist es egal ob ich im Jahr 1900 surfe oder jetzt – es tut was es soll! Beim Registrieren kamen zudem nochmal 2 kryptische Fehlercodes, die das Anmelden im Marketplace verhinderten – bei einem Neuversuch gelang es jedoch sofort. Ein erstes Gefühl vom User als Betatester schlich mir über den Rücken…

Registriert, vernetzt und online!

Die WLAN Verbindung einzurichten ging erstaunlich schnell und gohne Probleme – Zugangsdaten musste ich mir auch nicht zuschicken lassen – online war ich sofort nach Start des Smartphones! Der Marketplace jedoch enttäuschte mich nochmals… Selbst für ein Air Horn – eine Fun App in Form einer Stationtröte – kostet 0,99 Euro! Zum zweiten Mal kam mir ein „WTF“ über die Lippen. Als ich danach eine Remote Zugriffsapp für den PC fand, die gigantische 15 Euro kostete, verschlag mir ganz die Sprache… Wo sind die ganzen Gratisapps die ich aus dem Google Market kenne? Wahnsinn, ohne Kreditkarte geht natürlich auch beim Bezahlen gar nichts… Wenigstens die Spiele sind als Demo verfügbar – Grafikmäßig schicke, gute 3D Grafik und schnelle Darstellung – hier gibt es nichts zu meckern!

Vor- und Nachteile:

Nach kurzer Zeit fragt man jedoch, ob da noch was kommt oder in der Entwicklung vergessen wurde… Es gibt einen Argumented Reality Browser (Kameramodus wird aktiviert, man hält das Gerät in eine Richtung und es werden direkt auf dem Display Restaurants, Cafés in der Nähe etc. eingeblendet mit direkter Anruffunktion) – jedoch gibt es das gleiche bei Android als App „Layer“. Die vorinstallierte Panorama Fotofunktion ist eine tolle Erfindung, siehe Bild rechts, die Bedienung ist kinderleicht und Erklärt sich von selbst. Die Aneinanderreihung der Fotos (das sogenannte „Stitching“) jedoch enttäuscht auf ganzer Linie. Es werden Zwischenstücke der Bilder perspektivisch verzerrt, Größeninformationen stimmen nicht und es fehlen ganze Bereiche der aufgenommen Bilder. Doch wo sind Appmanager, wieso gibt es keinen Gestensupport, Notizblock, wieso kein Copy and Paste zwischen den Officeprogrammen? Hallo Microsoft – ein Smartphone soll auch Spaß machen!

Der Browser deckt meine Erwartungen leider mit vielen negativen Testberichte, die ich gelesen habe. Der Automatische Zoom auf die Displaybreite zerreißt förmlich jedes Layout, wenn Textfelder zum Eingeben aufgerufen werden, schreibt man manchmal sogar außerhalb vom sichbaren Bereich los… Kein Flashsupport, Youtube muss ebenfalls erstmal als Zusatzapp geladen werden bevor man auch nur ein Video sieht.

Die Bedienung ist dafür äußerst intuitiv – man nimmt das Gerät in die Hand und kann es eigentlich perfekt Steuern. Die Kamera löst schnell aus, macht gute Bilder und man kann direkt aus der Kameraansicht mit einem Wisch nach links in die Galeriefunktion schalten. Ein Wisch nach rechts nach dem letzten Bild und man ist wieder im Kameramodus! Absoluter Pluspunkt meiner Meinung nach! Navigation ist leider keine an Board, die GPS Aktualisierung erfolg dafür sehr schnell und recht genau! Radio leider nur Headset – übers Internet wieder nur mit kostenpflichtigen Zusatzapps (Ich weiß nicht wieviele es da umsonst im Android Market gibt…) Das Menü ist wie eine Art Säule angeordnet, ist man am Ende angekommen reicht ein Wisch auf dem Touch und schon geht es wieder von vorn los. Es gibt kein nerviges Zurückscrollen mehr!

Fazit:

Ein gutes Konzept, eine tolle Bedienbarkeit und ein inovatives Design wird leider komplett durch Softwaremängel und den völlig überteuerten Marketplace zunichte gemacht. Ich finde die Idee des Schnell-aufs-Handy-schauen-und-wieder-in-die-Tasche sehr gut, aber ich würde gern genauso schnell meinen Twitteraccount synchronisieren – wieso kann ich mich nicht mit Google syncen und warum keine Möglichkeit der zusätzlichen Homescreens um dort meine Programme abzulegen? Alles viele kleine Dinge, die man von Android gewöhnt ist und die einem schmerzlich fehlen wenn man einmal den Komfort zu schätzen weiß…

Derzeit ist meiner Meinung nach Windows Mobile eine nette Spielerrei, aber keine Konkurrenz zu Android, iPhone OS und den anderen Systemen. Zumindest in diesem Statium noch nicht 🙂

Wikileaks und kein Ende…

Veröffentlicht: 30. November 2010 in Persöhnliches
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Whistleblowing ist das neue Trendwort des Jahres, so kommt es mir zumindest vor. Direkt hinter Terror… Und wieder gibt es etwas, was der Auffassung einiger Leute nah an Terror herrankommt!

Wikileaks ist eine Website, die vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit trägt, die von den Verantwortlichen geheimgehalten werden, aus welchen Gründen auch immer. Wenn man dies hört und jemanden unbedarften und unvoreingenommen Wikileaks so präsentiert – wer sollte da etwass dagegen haben?

Aber etwas gibt es, das mich stört. Ich bin dafür, bristande Informationen aller Art im Sinne der Transparenz an die Öffentlichkeit zu bringen, ich will nicht das hören, was mir unsere Politiker herbeten, weil mein Vertrauen zu diesen Leuten komplett erloschen ist. Ich möchte Klartext, ich will die Wahrheit auch wenn Sie unangenehm ist. Doch muss dies mit dem ungeheuren Medienrummel erfolgen? Medienrummel, der von Wikileaks über Twitter, alle mögliche Nachrichtenmagazine gestreut wird, das etwas erscheint „das die Welt verändern wird..“? Solche Thesen gibt allen Wikileaks Gegnern reichlich Zündstoff für eine großangelegten Gegenoffensive, sei es über Marketing oder einfach in Lügen das das brisante Material was dort veröffentlich ist, falsch und gefälscht sei etc.

Nicht umsonst wurde die Website von Wikileaks von einem politisch motivierten Gegner [1] mithilfe eines DDoS Angriffs lahm gelegt.. Würden die Berichte zeitgleich veröffentlich, zeitgleich an alle Nachrichtenblätter und -magazine  wäre dies sicher nicht passiert da es ja bereits zu spät gewesen wäre. Und ich habe keinen Zweifel das im Zeitalter des Internets schnell genug geht wenn jemand brisante Informationen leakt, die nicht für alle bestimmt sind…

Zudem ist mir leider immer mehr Julian Assange ein Dorn im Auge… Solche Websiten wie [2], die mich gerade auf Twitter erreicht haben, schürt leider immer mehr das Bild einer Ein-Mann-Whistleblowing-Armee. Mit allen Nachteilen… Gegen Assange läuft zur Zeit ein Verfahren wegen angeblicher Vergewaltigung und Er ist mit Haftbefehl gesucht, wie schnell kann diese Private Publicity auch auf Wikileaks abfärben und die Platform komplett ruinieren?

Gerade jetzt, im allgegenwärtigen Terrorgeschrei der Regierungen ist Wikileaks ein gefundenes Opfer. Denn vor aller Euphorie durch die Veröffentlichung von Außenpolitschen Verhalten (wenn ich es mal so nennen kann), vergessen einige vielleicht, dass Diplomatie auf Vertrauen basiert. Und ich werde sicherlich nicht der einzige sein, der sich jetzt vorstellen kann das das Vertrauen in die USA von Grund auf erneuert werden muss. Und das dies nicht nur Vorteile hat, kann sich jeder denken.

Ich persöhnlich bin der Meinung das die Veröffentlichung dieser Dokumente auf der einen Seite im Sinne von Transparenz und Öffentlichkeit der Regierung gegenüber Ihrem Volk wissenswert und informativ ist, auf der anderen Seite ist es nicht der „Supergau“ den ich von den Nachrichten von Twitter erwartet, vielleicht sogar „erfhofft“ habe. Der Rummel ist zu groß gewurden und für mich bei der Erscheinung der Docs irgendwie verpufft wie eine Seifenblase, trotz des Wissens das diese Informationen brisant sind.

Ich hoffe das Wikileaks einen Gang runter schaltet und sich nicht mit allen anlegt, nur um einen Informationskrieg zu starten den sie unmöglich gewinnen können. Den ich könnte mir vorstellen das einige Leute mit guten Informationen sich nicht an dieses Portal wenden, weil Ihnen die Art diese Informationen zu verbreiten, wiederspricht oder sie Angst haben durch den riesigen Medienrummel enttarnt zu werden.

Danke fürs Lesen, Kommentare sind immer erwünscht 🙂

[1] http://www.gulli.com/news/hacktivist-bekennt-sich-zu-cyber-angriff-auf-wikileaks-2010-11-29

[2] http://www.forbes.com/2010/11/29/julian-assange-wikileaks-business-media-assange_lander.html

Unendliche Vielfalt…

Veröffentlicht: 20. Oktober 2010 in Persöhnliches, Technik
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Es ist unglaublich…. man verzeihe mir das ich alles klein schreibe aber diesen artikel schreibe ich über mein neues handy, wobei handy der falsche begriff ist.. es ist ein computer der wirklich alles kann!

Ich habe mir nun nach reiflicher überlegung ein milestone von motorola zugelegt und es ist wirklich perfekt! Egal ob verarbeitung oder technik, dieses gerät kann alles und noch viel mehr, über den android marketing kann man sich durch eine gigantische vielzahl von zusatzprogrammen klicken, das browsen geht durch das riesige display wirklich fast komplett ohne zoomen und die tastatur könnte zwar einen etwas besseren druckpunkt haben aber wie man sieht geht das schreiben gut von der hand..

Ich bin total zufrieden und kann jedem, der sich denkt „das braucht man doch nicht“ nur ans herz legen: probiert es aus, ihr werdet nichts mehr anderes als ein intelligentes smartphone haben wollen.. dieses handy wird nicht bedient, es unterstützt mich in meinem leben und hat so viele funktionen zu bieten das ich wohl tage brauche sie alle zu entdecken: )

Für mich steht fest: ein milestone ist was es ist – ein absoluter meilenstein!

Quellcode…

Veröffentlicht: 6. September 2010 in Persöhnliches, Programmieren
Schlagwörter:, ,

Es ist 3:06 – was zur Hölle treibt einen um diese Uhrzeit zu einem Montag morgen an den PC? Ich sags euch… Es ist das Verlangen nach etwas, das den Menschen schon seit Jahrzehnten antreibt – etwas zu erschaffen.

Da ich Handwerklich eher minimal begabt bin, programmiere ich. Schon seit Jahren und immernoch mit so viel Spaß wie seit ich das erste Mal auf dem Commodore 64 angefangen habe… Und ich programmiere meine Tools, die es sicher irgendwo schon mal gibt, aber nie so wie ICH es gern hätte. Ich will auch nicht alles auf dem Silbertablet bekommen. Ich will mich hinsetzen und mir einen Kopf machen müssen, wie ich die für den normalen Endanwender gar nicht sichtbaren Probleme lösen kann. Das ist genau das was ich tun möchte. Und wenn ich wie gerade eben eine Funktion geschrieben habe, die erkennt wann neue Dateien in einem Spezifischen Ordner erscheinen, abwartet bis der Schreibzugriff von fremden Programmen aufgehört hat und dann die Datei umbenennt und verschiebt – bin ich doch manchmal recht stolz auf mich.

Ist es nachvollziehbar? Nein. Für Nicht-Nerds wenn ich das mal so sagen darf, ist dieses Verhalten nicht nachvollziehbar. Bis spät Nachts die Tastatur klappern lassen, sich rumärgern an kleinen Problemen, kämpfen wenn etwas nicht gleich so will wie es soll (was fast zu 100 % der Fall ist…) aber sich am Ende dennoch freuen wenn es funktioniert. So etwas muss man mal gemacht haben, genau wie LAN Partys – einfach um die Faszination nachvollziehen zu können.

Ja, es ist vielleicht Zeitverschwendung – aber es ist zugleich auch das sinnvollste was man tun kann wenn man ein denkender Mensch ist: Etwas erfinden um anderen zu helfen! Und auch wenn man sich manchmal nur selbst hilft – man hat seinen Kopf angestrengt um ein Problem zu lösen. Das Allein hat doch schon Applaus verdient 😉

Danke und Gut Nacht…

The Mediacenter goes on..

Veröffentlicht: 18. Juni 2010 in Programmieren

Version 0.2 Beta ist fertig… Keine großen Optischen Veränderungen, es gibt jetzt ein Externes Addtool, die Ordner in denen Standartmäßig nach Covern oder nach den Filmen gesucht werden sind jetzt frei definierbar und ändern sich nicht nach jeder Auswahl. Vorbei das ewige Explorergeklicke und endlich genug Platz um nochmal nachzuschauen welcher Film noch nicht im Archiv ist da das externe Addtool recht klein ist.

Zudem hab ich nun (wie man rechts sehen kann) endlich die Möglichkeit der Seitennavigation fertig. Wie es sich mit speziellen Abfragen verhält muss ich noch testen, aber ich habe schon eine gute Idee auch komplizierte SQL Abfragen zwischenzuspeichern und die Ergebnisse über mehrere Seiten anzuzeigen.

Viele kleine Veränderungen und viel Bugfixing unter der Haube was aber die Usability (wie es so schön heißt xD) deutlich verbessert. Die integrierte Traileransicht über Youtube muss leider warten, ich habe bis jetzt noch keine Möglichkeit gefunden die Flashvideos von Youtube direkt in das Programm einzubinden -.- Weiter Features die (hoffentlich) bald folgen:

  • Automatisches Scannen nach neuen Filmen (derzeitige Priorität) und stapelweises Hinzufügen der Filme mit Cover
  • Einfügen eines dynamisch erweiterbaren Abfragesyntaxes, der sich anhand der Einträge der Datenbank verändert und vordefinierte Auswahlfelder (z.b. HD Filme etc.)
  • Verteilfertiges Downloadpaket zum Selbsttesten (falls Interesse)
  • Anpassung der grafischen Oberfläche (Index soll unten und nicht mehr links angezeigt werden)
  • Plugin für eine Mediaverwaltung von Serien (Staffeln mit den einzelnen Serien etc.)

Viel zu tun würd ich sagen 😉 Über Kommentare, Anregungen und Fragen freue ich mich immer 🙂